Premiumwege » Baden-Württemberg » Rastatt

Murgleiter

Logo Murgleiter– Das Logo der Murgleiter ist eine weiße Raute mit blauem Rand und dem Murgleitersymbol Das Logo der Murgleiter ist eine weiße Raute mit blauem Rand und dem Murgleitersymbol
Strecke 68,5 km
StartGernsbach beim Wanderportal
ZielBaiersbronn
Weitere Informationen
Informations-PDF (1794 KB)
Was wären Berge ohne Täler?
Die Murgleiter erschließt beides: Das tief eingegrabene Tal der Murg mit bedrohlichen Felsengen und lieblichen Auen, in denen gastliche Ortschaften zur Rast einladen, aber auch die begleitenden Berghöhen mit ihren steilen Waldhängen und dramatischen Aussichten. Auf abwechslungsreichen Pfaden geht es hinauf zu felsigen Köpfen, klaren Bergseen und stillen Mooren, dazwischen erwarten kühle Brunnen, gurgelnde Bergbäche und idyllische Rastplätze den Gast, bevor es in zauberhaften Wiesentälern wieder bergab geht.

Wer so quirligen Flüssen wie der Murg entgegenläuft, muss steigen. Am Ende wartet als Belohnung der Baiersbronner Wanderhimmel. Wer den Weg ins Paradies nicht auf einmal machen will, dem steht die S-Bahn hilfreich zur Seite. Wo der Wanderweg sie kreuzt, gibt es eigens markierte Zugangswege zu Unterwegsbahnhöfen. Wanderweg und S-Bahn bilden zusammen mit den quer verlaufenden Zugangswegen eine Art Leiter, auf der man die Strecke in beliebigen Etappen bewältigen kann. Um den Rückweg braucht man sich keine Gedanken machen, das erledigt die S-Bahn im Stundentakt.

Wer den Schwarzwald ganz erleben will, der muss oben und unten gewesen sein. Er ist eine Herausforderung und die Murgleiter ist es ganz besonders. Die Bergetappen von Gernsbach bis Baiersbronn addieren sich zusammen auf zweieinhalb Kilometer Aufstieg, in umgekehrter Richtung sind es 400m weniger. Dennoch kommen nicht nur Bergwanderer auf ihre Kosten. Denn das Tempo bestimmt jeder selbst.


Wegbeschreibung
Die Murgleiter führt von Gernsbach über Weisenbach und Forbach nach Baiersbronn, ab Huzenbacher „Seeblick” entlang dem Seensteig. Das Besondere an dieser Tour ist, dass sie parallel links und rechts der Murg verläuft und mit der das Tal durchquerenden Stadtbahn die beiden Holmen eine Leiter bildet, die durch zahlreiche an den Haltepunkten beginnenden Zugangswege wie mit Sprossen verbunden sind.

Dieser Mehretappenweg hat eine Gesamtlänge von 68,5 km und führt zu den schönsten Plätzen der Gemeinden Gernsbach, Weisenbach, Forbach und Baiersbronn. Start und Ende der Murgleiter ist das Einstiegsportal/Wanderportal in Gernsbach und Baiersbronn. Teilweise führt die Murgleiter auch entlang des bekannten Westweges.


Etappe von Gernsbach nach Forbach - Etappenlänge: 24 km
Am Fuße des steilen Rumpelstein nimmt die Murgleiter am Portal ihren Anfang. Gleich geht es hinauf zum Ehrenmal mit Blick auf die Murg und die Altstadt der Flößerstadt Gernsbach, die auch Murgtalperle genannt wird. Durch einen mit Douglasien, Esskastanien und Stechpalmen (Ilex) besetzten lichten Wald führt der Weg auf dem so genannten Eberpfad Richtung Schloss Eberstein mit seinen Weinbergen und teilweise durch das „Arboretum“ mit über 300 verschiedenen Baumarten und –unterarten. Durch die Reben geht es hinunter nach Obertsrot, über die Murg und gleich wieder hinauf in den Rockertwald mit seinen bizarren Felsen, wo von der Elsbethhütte und vom Dachsstein aus grandiose Blicke auf das Murgtal warten. Dort trifft die Murgleiter auch die Gernsbacher Runde, einen weiteren Premiumweg, der auf 42 Kilometern rund um Gernsbach führt.

Über einen schmalen Pfad, an der Fatima-Kapelle und an vielen Brennholzstapeln vorbei gelangt der Wanderer ins schmucke Fachwerkdorf Reichental, Gernsbachs höchstgelegener Ortsteil. Hier gibt es eine uralte Tradition in und mit dem Wald, die sich im Themenweg „Natur und Geschichte pur“ sowie im Waldmuseum widerspiegelt, das nach Anmeldung oder an Sonntagen besucht werden kann. Hier gibt es auch Gelegenheit zur Rast. Danach führt der Weg wieder aufwärts, durch das Brunnwiesental hinauf zu den Beckenfelsen und den Hohmisswiesen. Zum ersten Mal erlebt der Wanderer eines der für das Murgtal so typischen Heuhüttentäler, Einwanderer aus Tirol brachten diese Bauweise vor etwa 250 Jahren aus ihrer Heimat mit. Durch unberührten Wald geht es über Weisenbacher Markung weiter zum Latschigfelsen.

Gemeinsam mit dem Westweg geht es auf teils steilen, schmalen Pfaden hinab Richtung Gausbach. Der Abstieg endet im malerischen Kauersbachtal, einem der typischen Heuhüttenseitentäler des Murgtals. Vorbei an Stationen des Gausbacher Sagenwegs, verlassen wir das Kauersbachtal mit einem kurzen Aufstieg zum Langenberg. Streuobstwiesen, Ziegen- und Rinderweiden bilden die Kulisse auf diesem Panoramaweg bevor ein kleiner Pfad am Ortsrand hinunter zum Forbacher Bahnhof führt. Entlang der Murg geht es zur historischen Holzbrücke. Schon seit 1778 kann die Murg an dieser Stelle über eine solche Brücke überquert werden.


Etappe von Forbach nach Schönmünzach - Etappenlänge: 19,5 km
Am Ortsende trennen sich Murgleiter und Westweg wieder. Imposante Aussichten gibt es auf dem Weg zur Schwarzenbach-Talsperre.

Besonders beeindruckend, die Überquerung der Fallleitungen, die das Wasser von der Talsperre ins Forbacher Rudolf-Fettweis-Werk bringen.

Umrahmt von Schwarzwaldbergen ist die Schwarzenbach-Talsperre mit ca. 2 km Länge der größte Stausee im Nord- und Mittelschwarzwald. Welche Leistung mit dem Bau dieser Anlage verbunden war wird deutlich wenn der Weg 65 m tiefer zum Fuß der Staumauer führt.

Entlang des Schwarzenbachs folgt der Weg dem Lauf des Wassers Richtung Murg, zu ihrer schmalsten und wildesten Passage. An den waldreichen Hängen oberhalb des Talgrunds geht es der ehemaligen Grenze zwischen Baden und Württemberg entgegen, die kurz vor Schönmünzach erreicht wird.

[b]
Auf zur letzen Etappe bis nach Baiersbronn - Etappenlänge: 25 km[/b]

Von hier aus führt der Weg über die Waldsiedlung zum Standort „Tierhalde“. Dort hat man einen herrlichen Ausblick in die Täler des „Murgtales“. Nach wenigen Metern bietet Löwen´s Panoramastüble regionale Produkte zu freundlichen Wanderpreisen an. Weiter führt die Tour über den „Roten Rain“ in das historische Örtchen Schwarzenberg. Es ist eine der am ältesten besiedelten Region im Murgtal. Es folgt ein Anstieg auf naturbelassenen Pfaden über den Schlossberg zur „Reitbahn“.

Herrliche Ausblicke offenbaren sich auf das friedlich liegende Huzenbach. Nun folgt ein langes Stück durch die tiefen Wälder bis zum Huzenbacher See. Er ist der am tiefsten gelegene Karsee. Die Teichrosenblüte im Juni/Juli sollte man sich nicht entgehen lassen.

Vom „Seltenbach-Wasserfall“ (da der Fall nur selten Wasser hat) geht es nun weiter zum Seeblick.

Ab hier führt der Weg über die Kleemiss (einem
Hochmoor) und den Hinteren Plon zum Überzwercher Berg. Von dort erfolgt der Abstieg auf schmalen Pfaden ins Tonbachtal, vorbei am Tonbachwiesenweg bis unterhalb des „Kohlwaldes“.

Wer abkürzen möchte, kann hier den Bus nach Baiersbronn nehmen. Wir empfehlen aber weiter zu Wandern und die gegenüberliegende Talseite auf herrlichen Pfaden zu erklimmen. Über einen Panoramaweg rund um den Rinkenberg wird schließlich das Ziel Baiersbronn (Wanderportal-Murgleiter) erreicht. Hier endet bzw. beginnt die Murgleiter. Die letzten Meter durch den Ort zum Wander-Informationszentrum sind ebenfalls ausgeschildert.

0 Kommentare

Kommentar abgeben.
Name
URL
Kommentar
Sicherheitscode Bitte Sicherheitscode eingeben!
  Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar nach dem Speichern zunächst geprüft wird. Es kann ein paar Tage dauern, bis er öffentlich erscheint.