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Der Hochrhöner®
| Strecke | 180 km |
| Start | Bad Kissingen |
| Ziel | Bad Salzungen |
| Weitere Informationen | |
Federnde grüne Matten, geheimnisvolle Halden grauer Basaltblöcke, knorrige alte Buchen und unergründliche, dunkle Moore und liebliche Flusstäler – die Landschaft der Rhön weist viele Formen auf. Die kahlen Höhen mit ihren weiten Ausblicken machen das „Land der offenen Fernen“ unverwechselbar. Birkhuhn und Trollblume,, Roter Milan und Silberdistel finden in der Rhön noch ihren Lebensraum. Das Zusammenspiel von Mensch und Natur im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist Modell auch für andere Regionen.
Schon vor 130 Jahren begann der Rhönklub mit der Erschließung des Mittelgebirges als Wanderregion. Der Höchrhöner®, der neue Premiumwanderweg von Bad Kissingen nach Bad Salzungen, baut auf dieser Tradition auf und steht zugleich am Anfang einer neuen Ära. Auf 180 Kilometern führt der Hochrhöner® durch das Herz Deutschlands. Die Rhön liegt im Schnittpunkt zwischen Süd und Nord, zwischen West und Ost. Bayern, Hessen und Thüringen teilen sich die Rhön.
Der Hochrhöner® führt über die höchsten Erhebungen des Mittelgebirges, über Wasserkuppe, Kreuzberg, Heidelstein und Ellenbogen. Er passiert den weltbekannten Kurort Bad Kissingen, das Museumsdorf Tann, das romantische Tal der Felda, den Kreuzbert mit jahrhundertealter Wallfahrt- und Brautradition, die Wiege des Segelflugs auf der Wasserkuppe und den sagenumwobenen Felsrücken der Milseburg mit der keltischen Siedlung am Fuß.
Bad Kissingen – Stralsbach
Elegante Villen, Blumenpracht in Parkanlagen und repräsentative Kurbauten: Schon die ersten Meter des Hochrhöners® haben Flair. Vom Wanderportal gegenüber dem Bahnhof schlendert man durch die Innenstadt Bad Kissingens, des bekanntesten Kurortes Deutschlands. Die Salzgewinnung am Gradierbau sicherte Jahrhunderte lang den Reichtum der Stadt. Von den Saaleauen geht es das schattige Kaskadental aufwärts zum Klaushof mit seinen Tiergehegen. Bald ist das Forsthaus an der Hermannsruh erreicht. Das Ziel Stralsbach ist bereits zu sehen, doch der Hochrhöner® biegt noch einmal in den Wald ab. Bald steht man am Rand einer Wiese. Von der Kapelle gegenüber sind es nur noch wenige Stufen bergab, vorbei an den Stationen eines Kreuzwegs, bis zu den ersten Häusern von Stralsbach, die von der Bergkirche überragt werden.
Stralsbach – Oberweißenbrunn
Vorbei an Dorfgärten folgt der Hochrhöner® einem Bach zur Borstmühle. Bald ist die romanische Klosterkirche von Frauenroth, mit dem anrührenden Grab des Minnesängers Ottos von Botenlauben, erreicht. Vom Rastplatz unter den Ästen der mächtigen Hutbuche am Ende des Dorfes schlängelt sich der Hochrhöner® an Bach und Waldrand weiter. Ein steiler Abstieg führt nach Premich und bietet weite Ausblicke von den Schwarzen Bergen über den Kreuzberg mit dem Sendemast bis zur Langen Rhön. Der Hochrhöner® folgt erst dem Tal des Kellersbachs aufwärts und biegt ab nach Langenleiten, einem lang gezogenen Straßendorf. Mit ihrem Klosterbier entschädigen die Franziskaner seit Jahrhunderten die Wallfahrer für den steilen Anstieg auf den Kreuzberg. Auch die Wanderer wissen vor dem Abstieg nach Oberweißenbrunn einen Schluck zu schätzen.
Oberweißenbrunn – Wasserkuppe
Am steilen Grashang des Himmeldunkberges weiden Rhönschafe mit dem charakteristischen schwarzen Kopf. Der Kreuzberg beherrscht die Aussicht, ehe der Hochrhöner® den Schwedenwall aus dem Dreißigjährigen Krieg erreicht. Dunkle Wasser und ein Wald niedriger Karpatenbirken erwarten den Wanderer am Roten Moor. Bis in die 60er Jahre wurde hier Torf für die Kurorte der Rhön abgebaut. Heute ist das Hochmoor Naturschutzgebiet. Hier teilt sich der Hochrhöner® bis Andenhausen in die östlich verlaufende Route Lange Rhön und die westlich verlaufende Route Kuppenrhön. Auf Letzterer gibt der Wald bald den Blick frei auf die Wasserkuppe, mit 950 Metern die höchste Erhebung der Rhön. Der Weg auf den Berg der Segelflieger führt vorbei an der Quelle der Fulda, die mit der Werra zur Weser wird. Segelflugmuseum und Groenhoff-Haus des Biosphärenreservats laden zum Besuch auf der Wasserkuppe.
Wasserkuppe – Gotthards/Schwarzbach
Vorbei am Adler des Fliegerdenkmals und an der markanten Kuppel des Radoms geht der Weg an der Nordseite der Wasserkuppe steil hinunter nach Abtsroda. Schon am Weiherberg stößt der Wanderer erneut auf Flieger. Diesmal sind es Modellflieger, die ihre Maschinen kreisen lassen. Die Enzianhütte lädt zur Rast. Schließlich gibt der Wald den Blick frei auf die Felsenkuppe der Milseburg. Auf dem Weg zum Gipfel mit Kapelle, barocker Kreuzigungsgruppe und uriger Rhönklub-Hütte passiert der Wanderer die Wallanlage der Kelten. Im Naturschutzgebiet Oberbernhardser Höhe blühen Enziane. In weiten Schleifen zieht sich der Hochrhöner® durch den Wald, bis das Dorf Langenberg erreicht ist. Um die Kuppe des Ulrichshauks herum und am Sportplatz am Rand von Schwarzbach vorbei geht es hinunter nach Gotthards.
Schwarzbach/Gotthards – Tann
Durch Wiesen, Obsthaine, Felder und Buchenwald zieht sich nördlich von Gotthards der Hochrhöner® steil den Hang hinauf. Längst stellt die Grenze zwischen Hessen und Thüringen kein Hindernis mehr dar. Früher war sie Teil des Eisernen Vorhangs. Vorbei am idyllisch gelegenen Dorf Habel geht es an den Fuß des Habelsbergs, der ebenfalls mit Resten einer keltischen Wallanlage aufwartet. Um den Berg herum geht es schließlich hinunter nach Tann. Das Städtchen im Ulstertal wartet mit einem Renaissance-Stadttor, schönen Fachwerkhäusern und Brunnen sowie dem Schloss des Adelsgeschlechts „Von der Tann“ aus dem 16. Jahrhundert auf. Im Museumsdorf sind alte, gut erhaltene Häuser aus anderen Orten der Rhön versammelt.
Tann – Dermbach
Von Tann klettert der Hochrhöner® wieder hinauf zum Horbel. Der Wanderweg folgt einem ehemaligen Grenzpostenweg nach Süden und biegt dann ins nahe Andenhausen ab. An der Abzweigung trifft die Kuppenrhön-Route des Hochrhöners® wieder mit der Lange-Rhön-Route zusammen. Im Bogen geht es um den felsgekrönten Katzenstein herum, der Ausblicke auf das Feldatal, die Berge der Vorderrhön und des Thüringer Waldes bietet. Über Wiesen geht es auf den Arnsberg zu. Am Waldrand biegt der Hochrhöner® rechts ab ins Tal, nur um am Gegenhang sofort im Rechtsbogen zum Waltersberg anzusteigen. Eine scharfe Kurve bringt die Wanderer zur Rhönklubhütte auf dem Gläserberg. Beim steilen Abstieg nach Dermbach wartet im Wald eine Überraschung: eine sogenannte Basaltillumination, ein früherer Vulkan-Nebenkrater des Gläserberges in einer kleinen Schlucht mit Quellbereich.
Dermbach – Bernshausen
Obstbäume und Hecken begleiten den Wanderer zum Auftakt dieser kurzen Etappe am Hang des Gläserbergs entlang nach Glattbach. Unweit des Dorfes hauste der Rhönpaulus. Der berüchtigte Räuber steht als Holzfigur auf dem Dorfplatz. Das Flüsschen Felda wird überschritten, dann steigt der Wanderweg steil an. Im Naturschutzgebiet „Ibengarten“ schließen sich die Äste alter Eiben zu einem dunkelgrünen Tunnel, den der Wanderer durchschreitet. Das Dorf Wiesenthal wird passiert. Vorbei an einer sturmzerzausten Buche klettert der Hochrhöner® über Wiesen den Hang hinauf. Steil geht es im Wald weiter bis auf den Gipfel des Berges, Horn, der Ausblicke nach Roßdorf und auf das 1866 erbaute Schlachtfeld am Nebelberg erlaubt. Unter Buchen geht es bergab. Ein kleines Tal wird durchschritten, dann geht es auf Bernshausen zu.
Bernshausen – Bad Salzungen
Die Bernshäuser Kutte, ein See, der seine Kreisform einem geologischen Einbruch verdankt, ist das nächste Ziel des Hochrhöners®. Im weiten Bogen um die Stoffelskuppe herum erreicht der Wanderer die mittelalterliche Roßdorfer Landwehr. Wälle und Gräben sind links und rechts des Weges gut zu erkennen. Der neue Aussichtsturm überragt die Rhönklubhütte auf dem Gipfel des Pleß. Der Wanderer steigt vorbei an der Pleßtannenwiese und der Ruine des Jagdschlösschens Pleß ins Tal des Polsambachs und folgt ihm bis Langenfeld. Das bekannte Sole-Heilbad Bad Salzungen liegt eingebettet im Werratal am Übergang zum Thüringer Wald. Durch die Straßen der Kreisstadt geht es schließlich zum Bahnhof.
Oberweißenbrunn – Birx
Wer vom Roten Moor bis Andenhausen der Route Lange Rhön des Hochrhöners® folgt, passiert zuerst den Fernsehsender auf dem Heidelstein. Das anschließende Plateau der Hohen Rhön ist die Heimat des extrem seltenen Birkhuhns. Das Schwarze Moor am nordöstlichsten Ende der Hohen Rhön ist noch größer als das Rote Moor und steht wie dieses unter Naturschutz. Über die ehemalige innerdeutsche Grenze geht es von Bayern nach Thüringen
Birx – Kaltensundheim
In Kürze ist Frankenheim erreicht, das höchstgelegene Dorf der Rhön. Über Wiesen und Weiden sowie durch Wald geht es zum Ellenbogen, der weite Ausblicke ermöglicht. Vom Eisenacher Haus unterhalb des Gipfels geht es durch jungen Buchenwald, in dem im Frühjahr ein Meer von weißen und gelben Buschwindröschen blüht. Nach einem längeren Abschnitt im Wald öffnet sich die Landschaft wieder. Mächtige alte Hutebuchen in vollem Grün stehen im Kontrast zu zu den kahlen Stämmen anderer, bereits abgestorbener Bäume. Im Zickzack geht der Weg ins Tal. Unten folgt der Hochrhöner® dem Lauf des Lahrbaches. Zwischen den Dörfern Kaltenwestheim und Mittelsdorf führt der Wanderweg hindurch. Eine Abzweigung führt die Wanderer in den Etappenort Kaltensundheim.
Kaltensundheim – Dermbach
Hinter Mittelsdorf wechseln sich am Hochrhöner® Hecken, Streuobst und Wiesen,, Wald und Wacholderheide ab. Oberhalb des Rhönstädtchens Kaltennordheim tun sich weite Blicke ins Feldatal auf, das in nördlicher Richtung von der barocken Propstei Zella beherrscht wird. Der Hochrhöner® passiert die Hexenlinde beil Klings umrundet nahezu den Berg Horbel, stößt auf die Landesgrenze und folgt ihr auf einem ehemaligen Postenweg. Wo der Hochrhöner® ins nahe Andenhausen abbiegt, treffen die beiden Routen des Hochrhöners® wieder zusammen.
Ein authentischer Wanderbericht dieses schönen Primium-Wanderweges ist auf http://www.equisetites.de/rhoen/hochrhoener_erlebnisbericht.html zu finden. Weitere nützliche Links sind auf http://www.equisetites.de/rhoen/hochrhoener_links.html aufgelistet.