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Aktueller Newsbeitrag
28. Juni 2011
Traumpfade punkten wieder mit höchster Qualität
Deutsches Wandersiegel an acht weitere Premiumwanderwege des Kreises Mayen-Koblenz vergeben
Ihre Premiumwanderwege sind Spitze: Über die Auszeichnung mit dem Deutschen Wandersiegel freuen sich die Lokalchefs mit Landrat Dr. Alexander Saftig (6. von rechts) und dem Vorsitzenden des Deutschen Wanderinstituts Klaus Erber (rechts).ANDERNACH-EICH / KREIS MYK. Mit dem „Deutschen Wandersiegel“ sind die sieben Traumpfade der dritten Umsetzungsphase im Norden und Westen des Landkreises Mayen-Koblenz sowie der zum Premiumwanderprojekt gehörende Themenweg Streuobstwiesenweg jetzt ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer Feierstunde in der Gaststätte Eicher Hütte im Andernacher Stadtteil Eich übergab der erste Vorsitzende des Deutschen Wanderinstituts, Klaus Erber, die für drei Jahre gültigen Auszeichnungen an die Ortsbürgermeister, Bürgermeister und Oberbürgermeister für deren Premiumwanderwege. Alle sieben Traumpfade liegen weit über 50 Erlebnispunkten und damit im deutschen Spitzenfeld.
Lediglich 40 Punkte sind notwendig, um als Wanderweg das begehrte Deutsche Wandersiegel zu erhalten. „Statt dieser geforderten 40 Erlebnispunkte haben wir uns selbst 50 vorgegeben und gesagt, darunter machen wir es nicht“, betonte Landrat Dr. Alexander Saftig, Verbandsvorsteher der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (Remet). Er führte die riesige Wanderresonanz – geschätzte 200.000 Wanderer in 2010 - auf den insgesamt 26 Traumpfaden an und unterstrich: „Wir haben von Anfang an auf höchste Qualität gesetzt. Dies hat sich ausgezahlt.“ Um den Kreis Mayen-Koblenz zu einer bundesweit anerkannten und führenden Wanderregion zu entwickeln, hatten Remet und WFG (Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein) sowie die Verbandsgemeinden und Städte des Kreises nichts dem Zufall überlassen. Für Planung, Umsetzung und Bewerbung der Traumpfade wurden mehrere auf Wandertourismus spezialisierte Firmen beauftragt. Auch mehr als 70 ehrenamtliche Ortskundige sind für die Optimierung der einzelnen Wege im Einsatz.
Mit dem Deutschen Wandersiegel tragen alle 26 Traumpfade sowie der Streuobstwiesenweg nun ein Gütezeichen für Premiumwanderwege, das für höchste, geprüfte Qualität und Erlebnisgarantie steht. „Was wir mit diesem Zertifikat entwickelt haben, basiert auf Befragungen von Wanderern über viele Jahre hinweg“, machte Klaus Erber vom Deutschen Wanderinstitut deutlich und hob hervor, dass die Ansprüche der Wanderer in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen seien. Gerade die Traumpfade erfüllten so wesentliche Kriterien wie Abwechslungsreichtum der Landschaft, schöne Ausblicke und eine orientierungssichere Markierung und Beschilderung. Auch durch einen hohen Naturweg-Anteil und vielfältige, eingebundene Sehenswürdigkeiten – von Burg Eltz über den Waldsee Rieden bis zu den Wacholderheiden der Osteifel - zeichnen sich diese Premiumwege aus.
„Dass hier mit Ortskenntnis einzelne Wege entwickelt wurden, die aber dann gemeinsam unter der Marke ,Traumpfade im Rhein-Mosel-Eifel-Land’ nach außen getreten sind“, bezeichnete Erber als Schlüssel für den großen, bundesweiten Erfolg des Premiumwanderprojektes des Landkreises. Er betonte insgesamt den Stellenwert von Premiumwanderwegen „als ein touristisches Produkt“ und nannte beeindruckende Zahlen: „35 Millionen Deutsche sagen von sich, dass sie wandern. Etwa 22,6 Milliarden Euro werden in Deutschland pro Jahr für Wandern ausgegeben; 3 Milliarden Euro fließen in Gastronomie und Beherbergungsbetriebe.“ Die Rhein-Mosel-Eifel-Touristik setzt deshalb auch auf die Integration der Gastgeber in das Traumpfade-Projekt. Mit Erfolg, wie Landrat Saftig feststellte: „Auch unsere Gastbetriebe verzeichnen, insbesondere an den Wochenenden, einen regelrechten Besucheransturm.“
Traumnoten für die Traumpfade
Die Premiumwege der dritten und letzten Umsetzungsphase haben bei der Auszeichnung durch das „Deutsche Wandersiegel“ die folgenden hervorragenden Erlebnispunkt-Zahlen geholt:
Monrealer Ritterschlag: 68
Hochbermeler: 67
Vier-Berge-Tour: 64
Höhlen- und Schluchtensteig Kell: 63
Heidehimmel Volkesfeld: 62
Waldseepfad Rieden: 54
Pellenzer Seepfad: 53
Streuobstwiesenweg: 45
In den ersten beiden Umsetzungsphasen lagen etliche Traumpfade sogar im 70er-Erlebnispunkte-Bereich:
Bleidenberger Ausblicke: 75
Pyrmonter Felsensteig: 75
Virne-Burgweg: 75
Wacholderweg: 75
Eltzer Burgpanorama: 74
Koberner Burgpfad: 74
Booser Doppelmaartour: 72
Nette-Schieferpfad: 70
Wanderather: 69
Bergheidenweg: 66
Hatzenporter Laysteig: 64
Vulkanpfad: 61
Schwalberstieg: 60
Saynsteig: 60
Bergschluchtenpfad Ehrenburg: 56
Wolfsdelle: 56
Waldschluchtenweg: 55
Rheingoldbogen: 53
Förstersteig: 52
www.remet.de
www.traumpfade.info
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Aktueller Eintrag im Wanderblog
15. Oktober 2010
Traumpfad „Rheingoldbogen“
Wer eine Traumwanderung erleben will, der sollte sich auf einen „Traumpfad“ begeben, genauer gesagt: auf den „Rheingoldbogen“ zwischen Boppard und Brey am Rhein.
Der Rundwanderweg beginnt in Brey am Friedhof, hier sind Parkplätze für Wanderer vorhanden, und ein Wanderportal gibt Auskunft über den Verlauf des „Traumpfades“. Doch Achtung: An einem Sonntag und bei bestem Oktoberwetter ist man mit seiner Idee, hier einmal wandern zu gehen, nicht alleine! Da werden die Parkplätze schon mal rar und viele andere Wanderer wuseln mit Ihren Rücksäcken auf dem Rücken um einen herum…So ist es mir jedenfalls ergangen, als ich voller Erwartung (immerhin der allererste „Traumpfad“, den ich erwandere!) bei blauem Himmel und Sonnenschein gegen Mittag in Brey starte. Die gewohnt premium-mäßige Markierung begleitet mich sicher und „unverlaufbar“ durch die Tour, schon von weitem leuchtet mir immer das orange-weiße Schild entgegen. Sehr schön! So kann die Wanderkarte getrost im Rucksack bleiben – zumal an mehreren Stellen entlang des Weges Hinweistafeln Auskunft über den derzeitigen Standort geben und viele Wegweiser mit km-Angaben aufgestellt sind.
Schnell habe ich das erste Highlight des Weges erreicht: Im Wald liegen die alten „Römischen Wasserleitungen“, Schautafeln geben Info für den interessierten Wanderer. Die (sicherlich eindrucksvollen) Schächte selbst sind jedoch mit Gittern abgesperrt (damit auch kein unvorsichtiger Wandersmann hineinplumpst).
Bald darauf stoße ich an einer Weggabelung auf den „Rheinburgenweg“, welcher eine zeitlang zusammen mit meinem „Traumpfad Rheingoldbogen“ verläuft. Erst kurz vor Kloster Jakobsberg trennen sich die Wege wieder. Bis zum Kloster zieht sich der Weg leicht ansteigend durch den Wald hinauf. Auf halber Strecke lädt eine vom Rothaarsteig her bekannte Liege zum Relaxen mit Blick zurück auf die Marksburg ein, welche am gegenüberliegenden Rheinufer thront und Rheinsteigern wohlbekannt sein dürfte… Die Liege haben jedoch bereits andere Wanderer in Beschlag genommen, also weiter des Weges!
Eine fahnengeschmückte Allee kündet an, dass Kloster Jakobsberg naht: Eine imposante Anlage, die hier oben außerdem sehr malerisch liegt. Mich juckt es allerdings, endlich in die Weinberge des berühmten „Bopparder Hamm“ zu gelangen und den Blick auf den Rhein zu genießen, daher marschiere ich weiter.
Einige Minuten später öffnet sich der herbstliche Wald vor mir, und unvermutet stehe ich schon mitten in den Weinbergen: Tief unter mir liegt der in der Sonne glitzernde Rhein (wirklich: „Rheingold“), und der Blick geht zur Rheinschleife bei Filsen. Phantastisch!
Die nun folgenden Kilometer empfinde ich als die schönsten der gesamten Runde: Nahezu die Höhe haltend, schlängelt sich der „Traumpfad“ nun durch die hier sehr steilen Weinberge. Die Sonne, die hier normalerweise die – inzwischen schon abgeernteten - Trauben verwöhnt, verwöhnt heute mich so richtig - - und natürlich auch alle anderen Wanderer, welche heute so zahlreich den Weg hoch oben über dem Rhein entlang wandern.Immer wieder muss ich einfach stehen bleiben und das Panorama genießen. Gerne hätte ich auf einer der vielen Bänke pausiert, aber ich habe Pech: Alle sind schon besetzt – schade.
Da die Wanderung heute jedoch nicht sehr lang ist und ich noch fit bin, ist das jedoch nicht weiter tragisch. Schauen kann ich ja auch im Stehen.
Ich bin richtig traurig, als der Weg schließlich in einem Bogen vom Rhein weg schwenkt und mich über Felder wieder Richtung Brey leitet. Allerdings kommt nun quasi als „Trost“ wieder die Marksburg in Sicht, wie eine weiße Märchenburg liegt sie da in der Sonne.Mit jedem gewanderten Kilometer rückt sie ein Stück näher ins Blickfeld.
Als letzter markanter Punkt folgt nun noch die Muttergotteskapelle, versteckt und friedlich liegt die kleine Kirche mit der schönen Außenanlage im Wald. Ab hier geht es nur noch abwärts, Waldstücke und Wiesen wechseln sich ab. Immer noch die Marksburg im Blick, erreiche ich schließlich den kleinen Feldweg, welcher mich nach 3,5 Std. wieder zu meinem Ausgangspunkt am Friedhof in Brey bringt.
Eine Traumtour auf einem Traumpfad an einem Traumtag!
Absolut empfehlenswert!
Die schöne Streckenführung mit den vielen tollen Aussichtspunkten lässt vergessen, dass die Runde mit 12,6 km mir persönlich eigentlich als Tageswanderung zu kurz ist.
Meike Mallach
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