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Aktueller Newsbeitrag
22. Juli 2010
Vitaltour „Hahnenbachtal“ am 10. Juli 2010 feierlich eröffnet
Am 10. Juli 2010 war es endlich soweit. Nach langer Vorbereitungszeit wurde die Vitaltour „Hahnenbachtal“ eröffnet. Die Gäste aus der umliegenden Umgebung waren trotz der tropischen Temperaturen gekommen, um den neuen Premiumwanderweg zu erleben. Bürgermeister Georg Dräger eröffnete die Feierlichkeit.
Frau Meinhard, die Geschäftsführerin der Naheland-Touristik GmbH nahm die Eröffnung zum Anlass, auf die für die Wanderer attraktiven Angebote in der Region hinzuweisen. Das Land Rheinland-Pfalz fördere die 10 Vitaltouren im Naheland mit 70 % der zuschussfähigen Kosten. Alleine für die Vitaltour Hahnenbachtal seien bislang 22.500 € verwandt worden.
Die Beschilderung der Vitaltouren erfolgte nach den Markierungsrichtlinien des Wanderwege-Leitfadens Rheinland-Pfalz.
Sodann begann die Wanderung. Etwa 20 Minuten durch den Wald hinunter zum Hotel Forellenhof in Rudolfshaus wurden gemeistert, bis schließlich kühle Getränke und eine kleine Stärkung von Herrn Weckmüller (Forellenhof) angeboten wurde.
Dort überreichte Frau Meinhard zusammen mit Herrn Achim Laub, Koordinator für den Saar-Hunsrück-Steig, Bürgermeister Dräger die Zertifizierungsurkunde des Deutschen Wanderinstituts e.V. Gleich 81 Erlebnispunkte bekam die Vitaltour und gehört somit zu den besten Premiumwanderwegen in Rheinland-Pfalz.
Frau Meinhard zitierte aus dem Schreiben von Klaus Eber, dem 1. Vorsitzenden des Deutschen Wanderinstitutes e.V. :
„Die Markierung ist mit Liebe und Sachverstand durchgeführt worden und garantiert das sichere Auffinden des Weges in beide Laufrichtungen.
Das Potential der Landschaft wird hier optimal in Szene gesetzt. Die abwechslungsreiche Natur bietet viele reizvolle Aspekte. Hinzu kommen die kulturhistorischen Höhepunkte, vor allem die beeindruckende Schmidtburg.“.
„Das ist wirklich ein ganz toller Steig.“, so Achim Laub.
Frisch gestärkt wurde die Wanderung fortgesetzt. Vorbei an der Ruine Schmidtburg, dem Wassererlebnispfad und der Ruine Hellkirch.
Bei über 30 Grad im Schatten waren die zwei Getränkestationen mit gekühlten Getränken für die Wanderer eine wohltuende Abkühlung.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Am Ende der Strecke konnten sich die Gäste bei einer Gulaschsuppe stärken. So mancher war froh, sich nach ca. 9,5 km auf den Bänken am Besucherbergwerk Herrenberg ausruhen zu können.
Die längste Zeit der Strecke wurde im schattigen Wald zurückgelegt. Dabei war es bei diesen Temperaturen äußerst angenehm, am Rande des Hahnenbaches zu sein.
Unberührte Natur und herrliche Stille zeichnen diesen Premiumwanderweg aus.
Eine abwechslungsreiche Streckenführung, zwei Gastronomiebetriebe und ein Kulturerlebnis im Überfluss machen den Weg zugleich noch informativ.
Geführte Wanderungen werden in regelmäßigen Abständen vom zertifizierten Natur- und Landschaftsführer Michael Brzoska (Tel. 06544 / 9520) angeboten.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.saar-hunsrueck-steig.de.
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Aktueller Eintrag im Wanderblog
21. April 2010
Rheinsteig: St. Goarshausen bis Kaub
Der Rheinsteig lockt sicherlich zu allen Jahreszeiten, aber im Frühling finde ich ihn besonders schön. Ich bin unterwegs auf der „Königsetappe“ zwischen St. Goarshausen und Kaub – und das bei Kaiserwetter im Monat Mai.
In morgendlicher Kühle beginnt mein Aufstieg aus St. Goarshausen hinauf zum Dreiburgenblick. Ein bisschen muss ich mich schon recken, um von hier alle drei Burgen „Katz“, „Maus“ und Rheinfels zu sehen.
Weiter geht's durch eine kleine Siedlung und über Felder zur „Loreley“ – dem Besuchermagneten im Rheintal!
Das merkt man auch sofort an dem extra gebauten Besucherzentrum sowie dem großen Parkplatz, welcher die ganzen Touristen-Busse aufnehmen kann. Für das Besucherzentrum bin ich heute morgen noch zu früh, es öffnet erst in einer halben Stunde. Daher also auf zum „Ausguck“ auf dem Loreley-Felsen.
Wie im Werbeprospekt breitet sich das grandiose Rheintal-Panorama unter mir aus. Das ist schon ein schönes Fleckchen Erde hier!
Kein Wunder, dass so viele Besucher herkommen. Andererseits warten gerade auf dem kommenden Streckenabschnitt noch etliche spektakuläre Aus- und Tiefblicke auf mich. Bevor also die Busse heranrollen, trabe ich weiter.
Hinter der Loreley führt der Rheinsteig durch Weinberge und Wiesen, die im Wanderführer beschriebenen Aussichtspunkte reihen sich aneinander, immer wieder erwartet mich eine andere Perspektive. Da möchte man am liebsten nur stehen und schauen.
In der Mittagshitze wird es anstrengend – und gerade jetzt ist nirgendwo eine Einkehrmöglichkeit in Sicht, schade. In der prallen Sonne geht es sehr steil und steinig eine Art Schlucht hinunter (Gott sei Dank nicht hinauf!) und nach Überquerung eines kleinen Bachlaufes auf der anderen Seite wieder hinauf – im Schatten, wie praktisch! Jetzt mache ich erstmal Pause mit Rucksackverpflegung.
Der Weg schlängelt sich am Hang entlang durch knubbeligen Kiefernwald, später wird es sogar
richtig alpin: ein toller Felsenpfad
führt mich hinauf auf den „Rossstein“ mit atemberaubendem Blick
auf das gegenüberliegende Oberwesel. Musik schallt herauf: Mittelaltermarkt in Oberwesel. Doch ohne Fernglas sind die Gaukler und Ritter in den Gassen des mittelalterlichen Ortes nicht auszumachen.
Auf der Höhe laufe ich über weite Wiesen. An einer Schutzhütte hoch über dem Rheintal führt das „Deutsche Wanderinstitut“ eine Wanderbefragung durch. Ob ich mitmache? Aber klar! Lange brauche ich nicht zu überlegen, ruck-zuck setze ich meine Kreuzchen in den Fragebogen und marschiere weiter – auf das Örtchen Dörrscheid zu. Und hier ist auch endlich eine Möglichkeit zum Einkehren. Eine einfache Hütte im Wohngebiet, aber die Weinschorle ist kühl und lecker, und die Füße danken mir die Pause.
In der letzten Stunde bis zum Zielort Kaub begegnen mir zwei echte Weitwanderer mit riesigen Rucksäcken. Wo die wohl heute noch hinwollen? Ach nein, sie trainieren nur für die geplante Tour Oberstdorf-Meran, erfahre ich. Die letzten Meter bis Kaub geht es mit schweren Füßen durch die Weinberge hinunter. Schön sieht es aus,
dieses Örtchen in der Nachmittagssonne. Und immer wieder der Rhein!
Im Ort kehre ich ein in der Mittelalterlichen Weinstube „Op de Bach“. Nicht ganz billig, aber urig. Der Wirt ist etwas schrullig, dafür schmeckt der Wein umso besser. Laut Wanderführer waren das heute 21 km und 1.385 Höhenmeter – da sag einer mal, es müssen immer die Alpen sein!
Wenn man so wie ich heute am Ende eines perfekten Tages mit bestem Wetter, märchenhaften Ausblicken und knuffigen Wegen nun mit einem kühlen Weißwein in der Hand in die abendliche Sonne blinzelt, braucht man wirklich nichts anderes mehr... Zu Recht also die „Königsetappe“!
Meike Mallach
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